Für die Gesundheit und das Wohlbefinden unverzichtbar

Erfahren Sie hier mehr über

  • Funktionen

Die Funktionen unserer Haut:
Multitasking wird groß geschrieben

Im Wesentlichen erfüllt die Haut folgende Funktionen: SchutzAusscheidungsorganWärmeregulierungSpeicherfunktion und Sinneswahrnehmung

Schutz vor der Umwelt und schädlichen Reizfaktoren ist eine Hauptfunktion der Haut. Die Haut sorgt dafür, dass Chemikalien und andere Reizfaktoren, wie z. B. Krankheitserreger, nicht ins Körperinnere vordringen können. Langerhans-Zellen in der Oberhaut kontrollieren das Immunsystem, das auf Eindringlinge mit Schwellungen, Rötungen und Quaddeln reagiert – alles Abwehrsymptome des Immunsystems, das hier Alarm schlägt.

Außerdem bewahrt uns die Haut vor schädlichen UV-Strahlen der Sonne. Sie reflektiert Sonnenlicht und nützt tiefer dringende Strahlen, um Melanin zu bilden – der Stoff, der uns Sonnenbräune schenkt. Das Fettgewebe der Unterhaut dämpft Stöße und schützt Knochen und Gelenke vor Verletzungen. Deshalb neigen Frauenkörper nach der Menopause dazu, schützende Fettpolster um die Hüften herum anzulegen.

Die Hautschutzbarriere besteht aus einem Film, den die Haut aus einer Vielzahl von Substanzen bildet. Talgdrüsen vermischen dafür verschiedene Fette mit Substanzen wie Hyaluronsäure und Harnstoff. Dieser Film hat einen pH-Wert von 5,5, der das Wachstum von Keimen verhindert und Reizfaktoren abwehrt. Seife und aggressive Reinigungsmitteln zerstören diesen Schutzfilm.

Eine wichtige Funktion der Haut ist die Ausscheidung von Giften. Sammeln sich Schadstoffe im Körper an, wird die Haut mithilfe der Schweißdrüsen aktiv. Jeder Quadratzentimeter Haut verfügt über 100 Schweißdrüsen, die Wasser, vermischt mit anderen Substanzen, an die Oberfläche der Haut transportieren. Wenn die Haut Giftstoffe entsorgt, merken Sie das an übermäßigem Schwitzen. In der Haut selbst können Schadstoffe bei diesem Prozess Ausschläge verursachen. Mit Schweiß ist der Körper ebenfalls in der Lage, den Mineralstoffhaushalt zu regulieren. So kann zu viel Salz im Körper über die Haut entsorgt werden.

Die Schweißdrüsen tragen dazu bei, den Körper vor Überhitzung zu schützen. Hohe Temperaturen führen zu Schwitzen. Wasser entzieht der Hautoberfläche Energie beim Verdunsten und kühlt so den Körper. Die Blutgefäße spielen bei der Wärmeregulierung ebenfalls eine wichtige Rolle. Jeder Quadratzentimeter Haut verfügt über einen Meter winziger Blutgefäße. Bei Hitze erweitern sich diese Blutgefäße und sorgen dafür, dass mehr Blut von der kühlenden Wirkung des Schwitzens profitiert. Bei Kälte ziehen sich die Gefäße zusammen. Die ‚Gänsehaut’ führt dazu, dass sich die Haare aufrichten und die Haut kleine Erhebungen bildet. Das wirkt Wärmeverlust entgegen. Das Fettgewebe unter der Haut trägt dazu bei, das Körperinnere vor Kälte zu schützen.

In der Haut speichert der Körper zahlreiche fettlösliche Vitamine, zum Beispiel E und A sowie Vorstufen von Vitamin A, etwa Beta-Karotin. Wenn die Haut Sonnenlicht erhält, produziert sie das wichtige Vitamin D, das für die Einlagerung von Kalzium in Knochen sorgt. Hyaluronsäure in der Haut speichert Feuchtigkeit.

Die Haut ist Ihr größtes Sinnesorgan, das über Ihr Wohlbefinden entscheidet. Rezeptoren von Nervenzellen in der Haut registrieren Druck, Temperatur und Schmerzen. Mindestens ebenso wichtig wie der Tastsinn an sich ist der wohltuende Effekt von zärtlichen Berührungen. Ob Umarmung, Streicheln oder Schulterklopfen: Jeder Mensch braucht Hautkontakt, um sich wohl zu fühlen. Wenn wir uns berühren, stärken wir unsere Verbindungen und die Nähe zu unseren Mitmenschen – ein Grundbedürfnis, das Ihnen ein Gefühl von Geborgenheit und soziale Unterstützung vermittelt.